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Auch in den USA versuchte man etwa zur gleichen Zeit mit intermittierender Kom-
pression die Folgen arterieller Verschlusskrankheiten zu behandeln.
Parallel zum zunehmenden klinischen Einsatz der AIK erfolgte die technische Weiter-
entwicklung entsprechender Geräte bis hin zu den heutigen Mehrkammersystemen zur
Behandlung von schweren Lymphödemen.

Das Prinzip AIK

Die intermittierende (wechselnde) Kompression, die nicht durch eine Massage von
Hand erzeugt wird, sondern durch einen Apparat, nennt man in der Medizin apparative
intermittierende Kompression oder kurz AIK. Sie ist eine Anwendung pneumatischer
Wechseldruckverfahren. Von Ärzten verordnet wird sie bei der Therapie von venösen
oder lymphatischen Erkrankungen. Bei der Thromboseprophylaxe und bei Sportver-
letzungen wird sie ohne die Risiken einer medikamentösen Behandlung angewendet.
Mit der AIK wird die Funktion der natürlichen Muskelpumpen des menschlichen Kör-
pers nachgeahmt. Luft wird mit wechselndem Druck z. B. in doppelwandige Beinman-
schetten gepumpt. Der Druck wird in de nierten Zeitabschnitten auf- und abgebaut.
Die Höhe des Drucks sollte je nach Emp nden des Anwenders einstellbar sein und in
keinem Fall
mmHg überschreiten. Die Behandlungsdauer und die Häu gkeit richten
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sich nach dem persönlichem Be nden im kosmetischem Bereich oder nach der ärztli-
chen Empfehlung im medizinischen Anwendungsfall. Die Behandlungsdauer sollte aber
mindestens
Minuten betragen. Die medizinische Anwendung sollte natürlich ärztlich
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begleitet werden.
Die Form und Art der Manschette spielt eine wichtige Rolle. Wegen der nachgewiese-
nen Bedeutung der Entleerung der venösen Ge echte der Sohle, sollte eine Manschet-
te nicht nur das ganze Bein umschließen, sondern auch den Fuß.
Durch die rhythmische Erhöhung und Verringerung des Gewebedrucks werden Was-
ser und Eiweiß aus dem Zwischengewebe abgepumpt. Bei medizinischen Indikationen
sollte sofort nach Beendigung der AIK stets ein Kompressionsverband oder ein Kom-
pressionsstrumpf angelegt werden, da das verbleibende Eiweiß nach Beendigung der
AIK ein Nachströmen von Blutwasser aus den Kapillaren ins Gewebe bewirkt. Die-
se Maßnahme verhindert das Nachströmen. Vermeiden kann man diese Maßnahmen
dann, wenn man nach der Anwendung einfach liegen bleibt. Dadurch bietet sich eine
Anwendung zu Hause kurz vor dem Schlafengehen an.
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